Apfelbaum-Patenschaft
Einen Apfelbaum pflegen für sich, die Kinder oder auch die Enkelkinder und immer eigenes, leckeres Obst ernten, die Gelegenheit haben jetzt Cölber Bürger*innen. Übernehmt eine Baum-Patenschaft! Die Vereinbarung trefft ihr mit der Gemeinde Cölbe als Eigentümerin der Streuobstwiese Reddehausen. Dieses Dokument umfasst folgende Punkte:
Am Anfang an einem 2stündigen Schnittkurs teilnehmen und
dann alle 2-3 Jahre seinen Patenbaum selbst schneiden
In einem 2stündigen Schnittkurs lernt ihr die Basics des Baumschneidens und dann schneidet ihr alle 2-3 Jahre eure Patenbäume selbst (5 Basics zum Baumschneiden).
Jährlich werden im Februar (für die schwachwachsenden Bäume) und Oktober (für die starkwachsenden Bäume) Schnittkurse angeboten, um je nach Bedarf mit fachlicher Unterstützung Patenbäume oder noch freie Bäume zu schneiden. Ihr könnt das Angebot annehmen, gemeinsam in Kleingruppen zu schneiden oder aber auch allein schneiden. Hauptsache die Bäume werden regelmäßig geschnitten.
Außerdem ist jeder Baumpate und jede Baumpatin neben der Baumpflege auch verantwortlich für die Pflege der Baumscheibe um seinen Baum.
Größeres Werkzeug wie Schneidgiraffe (bis 5 m), Teleskop-Astsäge und Teleskop-Leiter wird bereitgestellt. Das Werkzeug ist im Ort Reddehausen, für alle Baumpaten jederzeit zugänglich, deponiert.
Im Herbst seine eigenen Äpfel ernten und in Gemeinschaft bei einem guten Essen die Ernte feiern
Je nach Erntereife können die Äpfel von den Baumpaten von Anfang August bis Mitte Oktober geerntet werden. Zur Erntezeit organisiert die Baumpatengruppe ein gemeinsames Essen in der Schutzhütte „Am Stümper”.
Dauer der Baumpatenschaft
So lange ihr eure Patenbäume pflegt, könnt ihr das Obst auch ernten. Wenn ihr eure Patenbäume nicht mehr pflegen könnt oder sich sonst etwas ändert, gebt ihr bitte kurz Bescheid. Eure Patenschaft endet dann zu eurem Wunschtermin.
Rücksichtnahme auf die Landwirtschaft
Auf der Wiese zwischen den Obstreihen wächst das Futter für die Tiere des örtlichen Landwirts. Aus diesem Grund sollte man möglichst nur auf dem Weg, der quer durch die Wiese führt und in den Reihen gehen.
Auch sollten Anfahrten mit dem Auto direkt zur Wiese nur zum Materialtransport geschehen und ansonsten das Auto am Ende des Hirtenwegs so geparkt werden, dass Landwirte mit ihren Traktoren passieren können. Am besten aus Reddehausen zu Fuß oder mit dem Rad und aus den anderen Ortsteilen mit dem Rad zur Wiese kommen.
Versicherungsschutz
Die Baumpaten sind im Rahmen eurer Tätigkeit über die Unfallversicherung der Gemeinde abgesichert.
Infos über Web und Newsletter
Im Web werden grundsätzliche Infos dargestellt und in einem Newsletter wird über aktuelle Ereignisse wie Wetter, Fruchtbehang, Schädlinge oder Erntereife berichtet. Anregungen wie z.B. über Verarbeitung oder Rezepte sind willkommen.
Ansprechpartnerin bei der Gemeinde Cölbe ist Regine Hassenpflug, zuständig für Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzangelegenheiten, Tel 06421 9850-34, Email [email protected]
Namens-/Sortenschild am Baum und eine Urkunde
Jeder Baum auf der Wiese ist mit seinem Namen gekennzeichnet. Die Patenbäume werden zusätzlich mit einem Schild ausgewiesen, auf der Name des Paten steht. Auch eine Urkunde wird überreicht. Für das Patenschild wird 1malig 3 € pro Patenbaum erhoben. Weitere Kosten fallen nicht an.
Zurzeit sind keine freien Bäume zu vergeben
Zurzeit sind alle 120 Obstbäume in der Obhut von 44 Baumpaten und Baumpatinnen. Es ist eine bunte Gemeinschaft aus Alten und Jungen, Einzelnen, Paaren und Familien mit Kindern. Jeder hat seinen ganz persönlichen Bezug zu dieser Obstwiese voll Natur und Geschmack.
Durch Wegzug und Alter werden immer wieder Bäume frei. Wer Interesse an einer Baumpatenschaft hat und idealerweise in der Großgemeinde Cölbe wohnt, kann sich gerne an Thomas Rotarius, Email: [email protected] wenden und in eine Liste eintragen lassen.
Obstspalier ideal fürs Alter
Auf Wunsch eines älteren Baumpaten haben wir eine Lücke in der Reihe genutzt für eine kleine Spalierobstanlage von 9 m mit drei Apfelsorten. Diese Form ist ideal fürs Alter – kommt nach 2-3 Jahren schon in den Ertrag und kann dauerhaft vom Boden aus ohne Leiter gepflegt und geerntet werden. Eine solche Haltungsform in Gemeinschaftsanlagen ist selten, aber es gibt sie z.B. in Nieder-Ofleiden und bei Butzbach.